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Ratgeber · Verkaufen

Gute Fotos für den Autoverkauf.

Gute Fotos zeigen das Auto vollständig, bei gleichmäßigem Licht und ohne Beschönigung: rundum von außen, den Innenraum, den Kilometerstand und vorhandene Schäden aus der Nähe. Mit den zehn Motiven unten und einem Smartphone ist das gut zu schaffen.

Ausweise, Fahrzeugpapiere und die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) gehören dabei nicht ins Bild, ebenso wenig andere persönliche Daten.

1A Autohandel BerlinVeröffentlicht Aktualisiert Lesezeit 3 Min.

Vorbereitung.

  • Waschen und saugen Sie das Auto und räumen Sie persönliche Gegenstände aus. Was sonst noch dazugehört, steht unter Auto für den Verkauf vorbereiten.
  • Fotografieren Sie bei Tageslicht. Ein leicht bewölkter Himmel gibt gleichmäßiges Licht; direkte, grelle Sonne erzeugt harte Schatten und starke Spiegelungen im Lack.
  • Wählen Sie einen ruhigen Hintergrund ohne andere Autos, Mülltonnen oder Baustellen.
  • Achten Sie darauf, dass keine Personen, fremden Kennzeichen oder Hausnummern im Bild sind.
  • Putzen Sie die Kameralinse und fotografieren Sie im Querformat, etwa auf Höhe der Scheinwerfer.

Zehn Perspektiven.

Diese Reihenfolge deckt ab, was Interessenten sehen möchten. Motive mit Typenschild oder FIN lassen Sie weg.

  1. Vorne schräg: Front und Fahrerseite zusammen – das wichtigste Bild.
  2. Hinten schräg: Heck und Beifahrerseite.
  3. Beide Seiten: jeweils das ganze Auto im Profil, aus einigen Schritten Abstand.
  4. Innenraum vorn: durch die offene Fahrertür, mit Lenkrad, Sitzen und Mittelkonsole.
  5. Rückbank: Sitze, Fußraum und Türverkleidungen hinten.
  6. Cockpit bei eingeschalteter Zündung: Der Kilometerstand ist gut lesbar; leuchtet eine Warnleuchte, gehört sie mit aufs Bild.
  7. Kofferraum: Ladefläche, Abdeckung und, falls vorhanden, Reserverad oder Reparaturset.
  8. Reifen und Felgen: ein Rad aus der Nähe, sodass Profil und Zustand der Felge zu erkennen sind.
  9. Schäden: jede Delle, jeden Kratzer und jeden Steinschlag einmal aus der Nähe und einmal mit etwas Abstand, damit man die Stelle zuordnen kann.
  10. Ausstattung: Details wie Navigationssystem, Anhängerkupplung oder Ladekabel.

Schäden ehrlich zeigen.

Es ist verständlich, Kratzer lieber nicht zu zeigen. Trotzdem lohnt sich Offenheit: Was auf den Fotos fehlt, fällt spätestens bei der Besichtigung auf, und dann passt die erste Einschätzung nicht mehr. Ein arglistig verschwiegener Mangel kann außerdem trotz Haftungsausschluss zur Haftung führen, ob Sie privat oder an einen Händler verkaufen – mehr dazu unter Privat oder an einen Händler verkaufen.

Hatte das Auto einen Unfall, zeigen Sie die reparierten Stellen und halten Sie die Rechnungen bereit. Worauf es dabei ankommt, erklärt der Ratgeber Unfallwagen verkaufen.

Datenschutz im Bild.

Fotografieren Sie weder Ausweise noch Fahrzeugpapiere, auch nicht für eine Anfrage. Die FIN gehört nicht in ein öffentliches Inserat; ist sie bei Ihrem Auto hinter der Windschutzscheibe sichtbar, wählen Sie den Bildausschnitt so, dass sie nicht lesbar ist.

Das Kennzeichen können Sie in einem öffentlichen Inserat unkenntlich machen, etwa mit einer Bildbearbeitung. Prüfen Sie auch Spiegelungen im Lack und Bildschirme im Innenraum: Dort sind manchmal Personen, Adressen oder Kontakte aus dem Telefon zu sehen.

Fotos an uns senden.

Im Ankaufsformular können Sie bis zu sechs Fotos mitschicken; sie werden vor dem Hochladen verkleinert. Am meisten helfen Bilder rundum von außen, vom Innenraum und vom Tachostand, dazu Schäden aus der Nähe. Bitte keine Ausweis- oder Fahrzeugpapiere hochladen – die sehen wir uns bei der Besichtigung an.

Wie Fotos und Angaben in eine Einschätzung einfließen, erklärt der Ratgeber Was den Ankaufspreis bestimmt.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Wie viele Fotos sollte ich machen?

Für ein Inserat sind die zehn Motive aus der Liste eine gute Grundlage, bei Schäden entsprechend mehr. Im Ankaufsformular sind bis zu sechs Fotos möglich – wählen Sie dort die Ansichten rundum, den Innenraum, den Tachostand und den deutlichsten Schaden.

Sollte ich das Kennzeichen auf Fotos unkenntlich machen?

In einem öffentlichen Inserat ist das sinnvoll, denn dann ist Ihr Auto im Alltag nicht sofort wiederzuerkennen. Schicken Sie die Fotos nur an einen Händler, ist das weniger wichtig.

Reicht ein Smartphone für gute Fotos?

Ja, ein aktuelles Smartphone reicht in der Regel aus. Wichtiger sind gutes Licht, ein sauberes Auto und eine ruhige Hand; nutzen Sie die normale Hauptkamera statt des Ultraweitwinkels, weil dieser die Proportionen verzerrt.

Hinweise

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind die geltenden Vorschriften und die Angaben der zuständigen Behörde.

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